Ode an das Burgenwesen
(damit meine ich nichts Lebendiges, grins)
von Hirseprinz am 04.06.07 = Festungs-Fertigstellung

Sind Menschen klug und stark und schlau
und haben reichlich "Mücken",
dann starten sie ´nen Festungsbau,
um ihre Stadt zu schmücken.

Steht erst die Festung in der Stadt,
ganz oben hoch im Norden,
dann freut man sich, dass man sie hat.
Dann ist sie was geworden.

Die Mauern sind aus Ziegelstein
und haben tolle Zinnen.
Da will man nicht mehr draußen sein,
da ist man lieber drinnen.

Die Balken sind aus Eichenholz
Das Dach ist ganz aus Schiefer
Der Graben, der ist unser Stolz:
Kein anderer ist tiefer!

Der Burgfried ist so hoch und schön,
verziert mit bunten Fahnen,
lässt sich von weitem deutlich seh´n
und nicht nur schwach erahnen.

Die Türme und der Pferdesta(h)ll,
der Brunnen und die Keller,
die sind im Mondlicht etwas fahl,
bei Tage sind sie heller.

Die ganze Burg heißt Gondolin,
man handelt dort mit Bohnen.
Manch Haustier, mancher Pinguin
tut gerne drinnen wohnen.

So soll die ganze Brettspielwelt
die neue Festung preisen.
Wir hoffen, dass sie lange hält,
bis dass wir einst vergreisen.

Es fehlt nun noch der Griff zum Sekt.
Wir werfen ihn im Bogen
ans Mauerwerk und sind erschreckt,
kommt er zurückgeflogen.

Da merkt man, dass der Zimmermann
doch recht solide zimmern kann.
Und auch der Maurer schaut recht froh,
sitzt pfeifend er im Dixie-Klo.

Entschuldigung und viel Pardon
erbittet jetzt der Dichter.
Er rannte vor den Stahlbeton.
Da gingen aus die Lichter.

(Popple-Lady)