Stoneage
von Hirseprinz am 02.05.08

Der Tiger hat Streifen. Das Mammut ist groß.
Die Jagd ist eröffnet. Das Hetzen geht los.
Die Speere der Jäger sind spitz. Es ist kühl.
Der Steinzeitmensch wählt sich das Mammut als Ziel.

Das Fell wird gegerbt, denn es wird noch gebraucht.
Die Hütten sind niedrig und wirken gestaucht.
Das Mammutfleisch schmeckt, und beim Essen ist ´s still.
Der Steinzeitmensch nimmt sich die Haxe vom Grill.

Zum Schluss wird gerülpst. Wer braucht schon Manieren?
Die Wünsche sind einfach: "Bauch voll und nicht frieren".

Die Arbeit ist schwer, doch der Steinzeitmensch lacht:
"Sein Nachbar zur Rechten hat Werkzeug gemacht."
Da hämmert und schneidet und sägt es sich fein.
Wird Werkzeug benötigt, dann macht man ´s aus Stein.

Die Bäume sind hoch und verdunkeln die Welt.
Sie werden gerodet. Dann hat man ein Feld.
Der Acker wird mühsam gepflügt und geeggt.
Der Steinzeitmensch schwitzt und ist reichlich verdreckt.

Er sät auf dem Acker die Hirsefrucht aus.
Ist ´s Säen vollbracht, geht es wieder nach Haus.

Im Frühling fällt Stein-Mann das Techteln nicht schwer.
"Kein Thema", wenn da bloß das Mechteln nicht wär.
Neun Monate später kommt Nachwuchs zur Welt,
der wird dann sofort in die Wiege gestellt.

Er muss nicht zur Schule. Wie gut und wie schön:
Das Kind hat viel Zeit und kann Arbeiten geh´n!
Mit Mama und Papa geht ´s raus in den Tann,
wo dann die Familie Holz schlagen kann.

Zum Bauen und Backen benötigt man Lehm.
Den gibt ´s etwas weiter. Wie schön und bequem.

Was wäre die Steinzeit so ganz ohne Stein?
Wer Stein will, der geht in den Steinbruch hinein.
Man klopft auf den Fels. Ein Geröllstück fliegt quer.
Beschwingt klopft man weiter. Es fliegt immer mehr.

Porphyr und Sandstein, Kristall, Quarz, Basalt.
Geklopftes Gestein verliert seinen Halt.
Der Steinzeitmensch denkt sich (im Dorfe zurück):
"Gleich morgen versuch ich beim Gold mal mein Glück."

Hoch lebe der Fortschritt und hoch die Kultur.
Müsst´ ich so malochen, dann müsst´ ich zur Kur.

Doch ich hab´ es leichter. Ich sitze und spiel.
Rund zweihundert Punkte, die wären mein Ziel.
Ich weiß zwar nicht, wie ich da hinkommen soll.
Denn ich spiele meistens, als wäre ich voll.

Da gilt es, zu üben und fleißig zu bau´n.
Wer immer gewinnt, hat Erfolg bei den Frau´n!!
Nur Sechsen zu würfeln bei Gold, Holz und Stein,
das wäre ein Anlass, begeistert zu sein.

Ich schwänge die Keule und spränge herum
und rief "Uga, Uga!". (Noch bleibe ich stumm.)

(Popple-Lady)